Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahre 1905 wurde der heutige Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie der LVR-Klinik Viersen als Heil- und Pflegeanstalt Johannistal in Betrieb genommen.
Beginnend mit der Enquète-Kommission des Bundestages zur Situation der Psychiatrie Anfang der 70er Jahre hat sich die ursprüngliche Heil- und Pflegeanstalt zu einem modernen psychiatrischen Behandlungszentrum mit 214 stationären Behandlungsplätzen, 35 Tagesklinikplätzen, 113 forensischen Betten sowie 181 Plätzen für medizinische und soziale Rehabilitation und Pflege weiterentwickelt.

Kurze Chronik der LVR-Klinik Viersen

1906
Foto der Pflege- und Heilanstalt um 1910Eröffnung der Klinik als Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Johannistal zu Süchteln mit 800 Betten (Belegung 617 Patienten) (Erster Direktor: Dr. Gustav Flügge)

1909
Erweiterungsbauten mit 240 Betten (die heutigen Häuser 12, 15, 18, 21)

1914
Belegung jetzt 1100 Patienten (ein Lazarett mit 400 Betten wird eingerichtet)

1918
Belegung bei Kriegsende 636 Patienten (die Patienten sterben auch noch in den Nachkriegsjahren an Unterernährung)

1921
Die heutige Orthopädische Klinik wird als Orthopädische Provinzial - Kinderheilanstalt selbstständig und von der Heil- und Pflegeanstalt abgetrennt. Ordenschwestern (Heiligenstädter Schulschwestern) übernehmen die Pflege.

1933 - 1937
Die Belegung ist inzwischen auf 1350 Patienten angestiegen. Ausweicheinrichtungen werden gesucht. Heime in der Region werden mit Patienten belegt, die Patienten bleiben weiterhin im Bestand der Anstalt. Die psychiatrische Familienpflege wird eingeführt.

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1937
Das St. Josefs Heim (kirchliches Erziehungsheim für behinderte Jungen) in Waldniel - Hostert wird aufgelöst und als Teilanstalt der Heil- und Pflegeanstalt Süchteln mit 870 Betten weitergeführt.

1940
Luftbildaufnahme der Pflege- und Heilanstalt um 1940Die Belegung der Anstalt ist auf 2500 Patienten, einschließlich der Teilanstalt Waldniel, der Heime in der Region und der Familienpfleglinge angewachsen.

1941
Die ersten Transporte von Patienten in die Gaskammer von Hadamar erfolgen durch Verlegung der "ausgewählten" Patienten in die sogenannten Zwischenanstalten Andernach und Langenfeld.

1942
Die Tötungen in den Gaskammern von Hadamar und den anderen Tötungsanstalten werden auf Druck der Kirche (Bischof Graf von Galen, Münster) eingestellt. In Waldniel wird eine sogenannte Kinderfachabteilung eingerichtet (200 Betten), wo in den Jahren 1942/43 mindestens 30 geistig behinderte Kinder durch Gabe von Schlafmitteln (Luminal) getötet wurden.

1943
Patienten werden in ostdeutsche Anstalten (Großschweidnitz, Meseritz - Obrawalde) verlegt, wo sie durch Medikamente getötet werden. Im 3. Reich werden etwa 1500 Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Süchteln verlegt und getötet. Eine Reihe von Krankenstationen werden als Lazarett genutzt.

1945
Bei Kriegsende werden nur noch 630 Patienten in den verbliebenen Stationen gepflegt. In den letzten Kriegsjahren waren viele Patienten verstorben (Hungersterben), das Sterben der Patienten hielt auch in den ersten Nachkriegsjahren an.

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1947
Ein Tuberkulose-Krankenhaus wird in der Klinik eingerichtet (bis 1986 werden psychisch kranke Patienten mit Tuberkulose aus dem Rheinland hier aufgenommen).

1952
Die Abteilung Waldniel wird geschlossen, die Gebäude werden an den Orden der Franziskaner zurückgegeben und von der britischen Besatzungsmacht übernommen (Kent-Schule).

1956-1964
Es entstehen einige Neubauten (die heutigen Häuser 13 und 28) als sogenannte Wechselkrankenhäuser und die Zentrale Beschäftigungstherapie. Das erste von insgesamt drei Personalwohnheimen wird errichtet (1957)

1965
Foto Flur Haus 6 (1965)Eröffnung der Aufnahmeklinik im heutigen Haus 6 mit 100 Betten. 1968 In der ehemaligen Kinderklinik des Städt. Krankenhauses Rheydt wird eine Tages- und Nachtklinik eröffnet.

1971
Die Belegung ist inzwischen auf 1631 Patienten angestiegen. Die Psychiatrie Enquête wird durch den Deutschen Bundestag in Auftrag gegeben. Patienten werden wegen Platzmangels in entfernt liegende Heime verlegt.

1972
Das ehemalige Städtische Krankenhaus Rheydt wird eine eigenständige psychiatrische Klinik (Rheinische Kliniken Mönchengladbach), welche die psychiatrische Versorgung des Stadtteils Rheydt und später den größeren Teil der gesamten Stadt Mönchengladbach übernimmt.

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1977
Das sogenannte Standardbettenhaus (Haus 30) wird mit 240 Betten und 12 Tagesklinikplätzen eröffnet. Es dient zur Unterbringung von Langzeitpatienten. Vier Langzeitstationen bis dahin in den Häusern 1,2,3 und 4 untergebracht ziehen in die Stationen des Hauses 30. In den renovierten Häusern entstehen Sozial-, Funktionsräume (Häuser 1 und 2). In Haus 4 entsteht die Arbeitstherapie, eine Cafeteria, eine Bücherei für Patienten und ein Friseursalon werden in Haus 3 eingerichtet. In Haus 1 wird später (1981) eine psychotherapeutische Station mit 12 Betten eröffnet.

1979
Die Klinik wird selbstständig im Sinne eines Eigenbetriebes (vorher Außendienststelle des Landschaftsverbandes Rheinland). Die Leitung der Klinik übernimmt die Betriebsleitung (Leitender Arzt, Leitende Pflegekraft, Verwaltungsleiter). Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie wird Teil der Rheinischen Landesklinik Viersen.

1980
230 Geistig Behinderte werden in einem selbstständigen, von der Klinik unabhängigen Rheinischen Heilpädagogischen Heim organisatorisch zusammengefasst und unter pädagogischer Leitung weiter betreut und gefördert. Die Belegung der Klinik (Fachbereich Psychiatrie) betrug nach der Inbetriebnahme des Heilpädagogischen Heimes noch ca. 1000 Patienten.

1983 - 1989
Mehrere psychiatrische Abteilungen im Raum Duisburg übernehmen schrittweise die psychiatrische Versorgung der Stadt Duisburg. Die Rheinische Landesklinik Viersen zieht sich sukzessiv aus der Versorgung der Stadt Duisburg zurück. Das Einzugsgebiet beschränkt sich seither auf den Kreis Viersen (300000 Einwohner) und Mönchengladbach - Nord (80000 Einwohner). Die Belegung verringert sich im gleichen Zeitraum von 900 auf 730 Patienten.

1986
Das ehemalige Wohnhaus des Direktors wird zur Apotheke umgebaut.

1987
Sektorisierung der Allgemeinpsychiatrie in zwei Abteilungen. Ein Wohnhaus am Rande des Klinikgeländes wird als offene Wohngruppe (6 Plätze) für alkoholabhängige Straftäter hergerichtet.

1988
Die psychiatrische Familienpflege wird mit neuem Konzept durch die Abteilung Psychiatrie II wieder eingeführt, nachdem sie 1983 ausgelaufen war. Die Institutsambulanz für Allgemeinpsychiatrie nimmt die Arbeit auf.

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1989
48 Geistig Behinderte beziehen die umfassend renovierten Häuser 23 und 25.

1992
Foto des WohnhausesEine Station zur qualifizierten Entgiftungsbehandlung von Drogenabhängigen ("Aufwind") wird in Haus 30 eröffnet. Eine offene Wohngruppe (6 Plätze) für psychisch kranke Straftäter wird in einem ehemaligen Wohnhaus an der Gärtnerei eröffnet.

1993
Der Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie wird neu strukturiert. Neben dem eigentlichen Krankenhausbereich mit 249 Betten/Plätzen in den drei Abteilungen (Allgemeine Psychiatrie I /Gerontopsychiatrie, Allgemeine Psychiatrie II, Suchtkrankheiten / Psychotherapie) entstehen eine Abteilung für Forensische Psychiatrie sowie die Abteilungen für Soziale Rehabilitation und Geistig Behinderte. Die ersten Außenwohngruppen der Abteilung für soziale Rehabilitation werden in den Stadtteilen Süchteln und Dülken bezogen.

1996
Die Abteilung für Geistig Behinderte wird in das Rheinische Heilpädagogische Heim übergeleitet. Die gerontopsychiatrie Langzeitstationen werden in der Pflegeabteilung zusammengefasst. Im Fachbereich Psychiatrie und den angegliederten Abteilungen werden durchschnittlich 500 Patienten/Bewohner behandelt und betreut/gepflegt.

1997
Die Tagesklinik Mönchengladbach-Zentrum wird in Betrieb genommen. Die letzte von insgesamt acht Außenwohngruppen der Abteilung für Soziale Rehabilitation wird im Stadtteil Dülken bezogen.

1998
Haus 18 wird zur gesicherten Unterbringung von 24 forensischen Patienten mit integrierter Arbeitstherapie nach umfassendem Umbau in Betrieb genommen. Die forensische Abteilung verfügt jetzt über 113 Behandlungsplätze.

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2000
Die forensische Abteilung wird in 2 Abteilungen aufgeteilt.

2001
Die gerontopsychiatrische Ambulanz nimmt ihre Tätigkeit auf.

2002
Die Häuser 20 und 22 werden nach deren Umbau als Wohngruppen für psychisch Behinderte der Abteilung Soziale Rehabilitation in Betrieb genommen. Die Akutpsychiatrie ist im Haus 30, Haus 1 und den beiden gerontopsychiatrischen Stationen im Haus 13 konzentriert.

2004
Die Ambulanz für Kinder und Jugendliche in Erkelenz wird eröffnet.

2005
Die Verwaltungsbereiche der Rheinischen Kliniken Viersen werden ausgegliedert und der Servicebetrieb Viersen als eigenständige Einrichtung des Landschaftsverbandes Rheinland gegründet.

2006
Die Wohngruppe Moersenstrasse 88 für Jugendliche mit Lern- oder geistiger Behinderung wird eröffnet.
Die Traumaambulanz für Kinder und Jugendliche nimmt ihre Arbeit auf.
Der Neubau der Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie Viersen wird eröffnet.

2007
Eröffnung der Tagesklinik für Kinder- und Jugendliche in Mönchengladbach-Rheydt

2007
Baubeginn für den forensischen Ersatzneubau (geplante Eröffnung 2010)

2008
Umbenennung der Rheinischen Kliniken Viersen in LVR-Klinik Viersen

2009
Eröffnung der gerontopsychiatrischen Tagesklinik im Haus 30 und der Tagesklinik Neuss der Kinder- u. Jugendpsychiatrie

2010
Eröffnung der Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Heinsberg

2010
Baubeginn für den Ersatzneubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie

2011
Rückführung der Verwaltungs- und Infrastrukturbereiche in die LVR-Klinik Viersen und Auflösung des Servicebetriebs Viersen

2011
Bezug des forensischen Ersatzneubaus

2012
Eröffnung der allgemeinpsychiatrischen u. gerontropsychiatrischen Tagesklinik Oberrahser Strasse

Kontakt

  • Aufnahmezentrum
  • Erwachsenenpsychiatrie
  • Tel.:+49(0)2162 96 4444
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Tel.:+49(0)2162 96 5211
  • Telefonzentrale
  • Tel.: +49 (0)2162 96 31

Termine 

  • Am 13.05.2014 ab 18:00 Uhr findet im Festsaal der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen eine Informationsveranstaltung zum Thema "Der Weg in die Sucht und zurück" statt.
    mehr Informationen
  • Gemeinsame Patienten-informationsveranstaltungen der LVR-Klinik Viersen und der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen Programm 2014 »
  • Der kleine Unterschied.
    Geschlechtersensible Behandlung in der Medizin und Psychiatrie. Diskussionsforum der LVR-Zentrale in Köln.
    Mehr Informationen

  • Für den Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie suche wir eine Oberärztin / einen Oberarzt.
    Stellenausschreibung

  • Das LiGa-Team (Leben in Gastfamilien) sucht Gastfamilien oder Einzelpersonen die Bereit sind Erwachsene mit psychischen Erkrankungen bei sich zu Hause aufzunehmen und bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen. Zum Plakat, mehr Über das LiGa-Team


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